Dienstag, 17. März 2020

laut gedacht.

Eigentlich denke ich, dass alles was man zu der momentanen Situation sagen und schreiben kann, bereits gesagt und geschrieben wurde. Ich für meinen Teil versuche mich einmal am Tag gut zu informieren und nicht stündlich im Strudel der aktuellen Berichterstattung zu versumpfen. Das tut mir nicht gut. 

Das Positive an allem ist, dass der Held bei mir ist. Er darf Home-Office machen. Wir bleiben zu Hause und ich bekomme ganz viel Ruhe und werde von ihm gehegt und gepflegt.

Und dann gibt es natürlich die andere Seite. Die mir Sorgen macht. Die, wo meine Hände schwitzig werden und ich unruhig. Das mich niemand im Spital besuchen darf, wenn der Babybub geboren wird - ja, dass ist zwar traurig, aber das wird dann in sicheren Zeiten ausgiebig nachgeholt. Zu Hause. In Ruhe.

Aber, wenn der Held nicht bei der Geburt dabei sein darf ... das können wir niemals nachholen. Das ist der Punkt, der mir Angst macht. Ich weiß, vor wenigen Jahrzehnten, war das gang und gäbe. Mein Verstand würde diese Vorgangsweise auch verstehen. Natürlich. Wenn er nicht mitkommt, würde es das Risiko für die Geburtenstation minimieren. 

Aber in diesem einem Punkt kommt jetzt der pure Egoismus durch. Bei mir. Oder schöner umschrieben: mein Herz. Ich will das so nicht. Ich.
Noch ist nicht aller Tage Abend. Ich weiß. Das wird schon werden. Ich weiß. Wer weiß denn, was in 2-3 Wochen ist. Ja, niemand. Ich weiß. Du musst positiv denken. Jahaaaaaa. Ich weiß. Du musst an den Babybuben und dich denken. Ich weiß. Niemand weiß, wie es wird. Und das ist alles, was ich ganz sicher weiß. 

Wünschen hilft vielleicht: ich wünsche mir, dass der Held bei der Geburt unseres Babybuben dabei sein darf. Wir zu dritt nach 2 Tagen auf eigenen Wunsch nach Hause gehen dürfen, weil den Rest die Hebamme macht. Und wir in einigen Wochen, Monaten und Jahren darauf zurückschauen und milde lächeln können. Weil alles gut ging.

kleiner Nachtrag: ich habe die Kommentarfunktion ausgeschalten für diesen Post.