Montag, 23. März 2020

festhalten am Guten!

Eine neue Woche ist angebrochen - das Wochenende hat sich nicht wirklich von den Wochentagen unterschieden, außer das der Held nicht im Home-office arbeiten musste. 

Einkaufen waren wir das letzte Mal in der vorletzten Woche - es ist erstaunlich wie lange man mit einer klugen Überlegung, was man aus was kochen kann, kommt. Mittlerweile haben wir den letzten Apfel und den letzten Paprika angeschnitten, die frische Milch ist uns schon am Samstag ausgegangen ... ich denke also, wir werden morgen oder übermorgen wieder für die nächsten Tage einkaufen gehen.

Wenn die Prognose der ExpertInnen stimmt und wir in der momentanen Situation nicht nur noch einige Wochen, sondern vielleicht sogar Monate leben werden - dann möchte ich schauen, was denn doch gut ist.

# mit dem Helden zusammen in der Küche kochen. Auch wenn es keine kulinarischen Herausforderungen sind - Essen, dass sich heimelig anfühlt - genau das brauchen wir jetzt. In dem Fall Wurstfleckerl.

# Video telefonieren, Whats appen - in Verbindung bleiben können. Wer hätte noch vor einiger Zeit gedacht, dass das so wichtig für uns wird? 

# Zettelchen noch und nöcher an Haustüren finden, wo die junge Generation sich anbietet für die ältere bzw. Risikogruppe einkaufen und sonstige Besorgungen zu machen.

# die heimeligen Stunden am Abend. Die sich so anfühlen, als wäre alles wie immer. Für ein paar Stunden alles vergessen können, was mir doch immer noch ein wenig Angst macht. Oder mich auch traurig. Es ist nicht ganz so einfach und ja, ich bin doch ein hochschwangeres Menschlein mit Hormonen und so :)

# Angebote und Nachfragen von Menschen, die mich gar nicht persönlich kennen bzw. von denen ich es gar nicht erwartet hätte. Wie es uns geht. Ob wir was brauchen. Aus der Apotheke zum Beispiel - man könne uns da gerne helfen. Über Instagram - einfach so. 

# Zeit haben zum lesen. Die ganzen angesammelten Zeitschrifen, die Bücher auf dem "zum lesen" Stapel. In den Mediatheken nach Reportagen suchen. Neue Ideen bekommen.

# einen kleinen Schatz bekommen. Und davon träumen, wie ich sie im Garten trage. Mit dem Babybuben am Arm und der Familie rund herum. Davon kann ich jetzt nicht mehr schreiben. Sonst werde ich wieder traurig und Hormone und so :)

# der tägliche kleine Spaziergang mit dem Helden. In Österreich haben wir massive Ausgangsbeschränkungen schon seit einer Woche. Ich bin froh, dass unser Land so früh und so hart reagiert hat. Denn wir dürfen wirklich nur mehr sehr eingeschränkt nach draußen. Ein Spaziergang mit Menschen, die zusammen in einem Haushalt leben, ist erlaubt. 

Das war vorerst mal mein Gutes der letzten Tage. Ich hoffe, ihr hattet auch ein paar schöne, gute Momente in dieser Zeit. Ich wünsche es euch sehr! Bleibt bitte gesund!

Kommentare:

  1. Ach ja, es sind schon schere Zeiten derzeit.
    Auch in Bayern sin die Maßnahmen sehr streng, ich finde sie berechtigt!
    Leidern wohnen wir nicht in häuslicher Gemeinschaft mit tochter-Familie, wenngleich auch nur 2 Straßen entfernt.
    Also gibt es keine Besuche mehr, was mir schon zusetzt.
    Ab wann und wie ich dann das neue Familienmitglied, berechneter Termin Ende Juni, sehen werde, das steht noch in den Sternen.
    Und so versuche ich auch, Positives zu finden , aber, ehrlich, manchmal ist das schon schwer :-(
    Liebe Frau nima,
    mach es gut, du und der Held,und genießt eure Zweisamkeit, bald seid ihr zu dritt :-)
    ♥lichst Jutta
    Ps. Das sind ja ganz entzückende Ohrringe !

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    1. Ich weiß, wie es dir geht. Halt von der anderen Seite. Auch ich habe meine Familie schon Wochen nicht mehr in Echt gesehen. Und auch ich frage mich, wann sie den Babybuben kennenlernen werden, wenn er dann da ist. Da bekomme ich einen dicken Knödel im Hals... ja, es ist schwer. Das kann man nicht schön reden - ich finde, das soll man auch nicht. Manches ist einfach traurig und beschäftigt einen.

      Halten wir durch Jutta - gemeinsam!

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  2. Hier ist es auch mehr als seltsam, ich versuche, das Positive an jeder Situation zu sehen, passt gut auf euch auf

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  3. Ach ja liebe Nima,
    die Sonne scheint, die Blumen blühen und trotzdem kann man die Zeit nicht so richtig genießen.
    Obwohl ich eigentlich immer positiv bin, manchmal bekomme ich auch das heulende Elend. Mir fehlt halt das Spontane...
    Aber nicht jammern, hilft eh nix, also liebe Nima, Kopf hoch, ich drücke Dich aus der Ferne, wird alles gut,
    lieben Gruß
    Nicole

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  4. Hallo Nima,
    auch hier gibt es gute Momente und man rückt irgendwie enger zusammen. Aber es ist schon sehr still vor der Türe und durch den Schnee kommen mir die Tage manchmal wie nach Weihnachten vor. Da läuft auch alles ruhiger, keine Hektik, keine Termine... Manchmal irgendwie merkwürdig. Aber so lange alle gesund sind oder wieder werden halten wir das aus.
    Drück Dich ganz fest
    Manu

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  5. Wie bin ich froh, dass es dir den Umständen entsprechend (wie sich das jetzt anhört!) gut geht.
    Bleib zuversichtlich und freudig gestimmt!
    Ich denke an dich, an euch,
    Brigitte

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  6. Liebe Nima,
    gerade jetzt in dieser nicht einfachen Zeit ist es umso wichtiger, sich am Schönen festzuhalten und zu erfreuen. Ich mag dir einige Dinge auflisten, was ich schönes erlebt/gesehen/gehört habe.
    -Zeit mit einem lieben Menschen verbracht, der sich mehr und mehr in mein Herz schleicht
    -einem Specht bei der Arbeit zugehört
    -die Sonnenstrahlen genossen
    -Videotelefoniert mit einem Lieblingsmenschen
    -die Idee gehabt, den Hütekinder eine Geschichte zu schreiben und zu schicken, da ich sie wohl eine Weile nicht sehen werde
    -zu wissen, dass es all meinen Liebsten gut geht

    Ich wünsche dir, dass du weiterhin am Schönen festhalten kannst!
    Liebe Grüsse, Chantal

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  7. ich schließe mich an, bleib vor allem positiv gestimmt und vertraue darauf, dass alles gut wird. Und wenn etwas leider nicht zu ändern ist, dann sollte es wohl eben so sein... Wir alle wachsen an dem, was wir tun (müssen).
    Ich selbst genieße es im Moment sogar sehr, mit meinem Liebsten und tw. Homeworking zurückgezogen zu sein und mich auf mich selbst konzentrieren zu können (da ich eine medizinische Therapie mache). Nur das derzeitige kalte Wetter stört mich,
    lg

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  8. Guten Morgen liebe Nima, bevor du dich gleich wunderst wie ich so schreibe, erkläre ich es dir. Ich schreibe nicht, ich spreche - im Moment ist mir das Schreiben am Handy zu anstrengend. Ich kann dich so gut verstehen und wenn ich auch nicht schwanger bin, gehen mir ähnliche Gedanken durch den Kopf. Besonders vermisse ich das spontane. Einfach rausgehen und wo es einen hintreibt. Und ich vermisse Familie und Freunde. Hinzu kommt noch dass mein Kleiner im Moment dem Nichtstun fröhnt. Hausaufgaben, Bewegung, im Haushalt helfen - alles ein no go. Er will nur daddeln, daddeln, daddeln. Grrrrrr.. liebe Nima, genießt einfach die Zeit in Zweisamkeit. Du hast selbst gesehen, als die Bohne noch ganz klein war, wie schwer es ist für sich Zeit zu haben.. lach! Ganz liebe Grüße und alles Liebe, Nicole. Take care!

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