Montag, 30. November 2015

Die Adventkranz{tradition}

Guten Morgen meine Lieben! Puh - heute hat es mich ins Büro geblasen. Was für ein Wind! Und das bei ekelhaften 13°C um kurz nach 6.00 Uhr in der Früh - das ist wirklich, richtig ekelhaft. 

Davon wollte ich aber eigentlich gar nicht erzählen, sondern von unserer Adventkranztradition, die jene, die hier schon länger mitlesen, sicherlich schon kennen.


Am Samstag haben sich also mein Schwesterherz und ich bei meinen Eltern getroffen und wurden zuerst mal mit leckerem Toast versorgt. Sich die Mägen vollzuschlagen, wenn man danach ein paar Stunden auf niedrigen Stockerln ca. 10cm über dem Boden sitzen muss, ist vielleicht nicht sonderlich intelligent - aber Essen hat eindeutig Priorität.


Traditionell darf auch nur einer die Kerzen auf die Kränze montieren - nämlich mein Papa. Das ist auch ein bisschen kniffelig, denn die in die Kerzen eingelassenen Drähte, brechen recht leicht aus (und wenn das passiert - dann möchte niemand anderer Schuld sein).


Aufgrund der Katzenkinder habe ich mich heuer nicht für Stumpenkerzen, sondern Kerzengläser und Teelichter entschieden - offenes Feuer ist mir einfach zu gefährlich. 


Selbstgemachter Punsch durfte natürlich auch nicht fehlen. Da tut es auch viel weniger weh, wenn man ein-, zweimal den Finger mit der Heißklebepistole an den Adventkranz anklebt. Und das tut schon ziemlich weh - fragt lieber nicht, warum ich das weiß.


Und wie bestellt, hat es auch einen meiner Lieblingsweihnachtsfilme im Fernsehen gespielt - "Eine schöne Bescherung" ist jedes Jahr ein absolutes Muss. Leider muss ich ihn nochmal anschauen, weil ich nicht alles gesehen habe - schade aber auch!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderschönen letzten Novembertag!

Sonntag, 29. November 2015

Der erste Advent


Jetzt ist sie da: die schönste Zeit des Jahres! Ich wünsche euch einen wunderschönen ersten Advent und eine Adventzeit, die genauso wird, wie ihr sie euch ausgemalt habt. Noch schöner sogar.

Donnerstag, 26. November 2015

Und ab in die Geschenkekiste!

Ich habe mein Vorhaben umgesetzt und die Sockenstrickleidenschaft ist wieder entflammt. Und so habe ich für dieses Paar nicht wieder knapp ein Jahr gebraucht - was aber auch gar nicht schwer war, denn Wolle und Muster waren einfach ein perfektes Duo und ich habe jede Masche gern gestrickt.


Das Muster nennt sich Flechtmuster und ist kostenlos auf Ravelry erhältlich. Die Wolle habe ich dem Hause dibadu abgekauft und ich muss sagen: die Wolle ist wirklich ganz toll gefärbt und ich hatte keinen einzigen Knoten im ganzen Strang.


Am Fuß habe ich glatt rechts gestrickt - ich weiß nicht, ob das Flechtmuster sonst drückt oder störend ist - also lieber auf Nummer sicher gegangen. Lustig, dass die eine Socke ringelt und die andere wildert.


Dieses Paar wandert nun in die Geschenkekiste - ist ja schließlich an der Zeit. Und das nächste Paar ist auch schon auf den Nadeln.

Mittwoch, 25. November 2015

Hier wird es auch nie langweilig

Die Katzenfrau hat wiedermal befunden, dass diese symmetrischen Linien nicht so ganz ihres sind. Und weil sie eine Katze der Tat ist, hat sie auch kurzerhand etwas gegen das Gerade unternommen und es schief gemacht.


Stolz präsentiert sie ihr Werk - ist ja auch praktisch, denn auf der niedrigen Seite kann ich duschen, auf der hohen der Held. Praktisch und hübsch, was will man mehr? Es kann auch nicht jeder behaupten, eine Innenarchitekten-Katze zu haben.

Nach getaner Arbeit und bei diesen Temperaturen ist ein warmes Bad genau das richtige. Und so beschloss die Katzenfrau zum sicher 5. Mal in ihrem doch noch recht kurzen Katzenleben in die Badewanne zu springen - die voll mit Wasser war.


Der Held trägt seinen Namen ja nicht umsonst und so hat er die doch etwas überraschte Katzenfrau aus den Fluten gerettet, abgerubbelt und ihr versucht zu erklären, dass der Badezusatz vielleicht nicht ganz so geeignet für sie ist. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sie es wieder versuchen wird. Denn wasserscheu ist sie nicht wirklich.

Der Kater hat in der Zwischenzeit natürlich mitbekommen, was los ist. Und sich vor lauter Angst, dass er jetzt vielleicht auch baden muss, unsichtbar gemacht.


Und was hat der kleine Wolf in der Zwischenzeit gemacht?


Natürlich das, was er am Besten kann ♥

Dienstag, 24. November 2015

Leute :: es ist soweit ♥

Vor einiger Zeit noch unvorstellbar - aber jetzt schreibe ich die letzte, monatliche Erinnerung bevor hier in 4 Wochen meine Weihnachtswünsche für euch Platz finden.

Am nächsten Sonntag ist schon der erste Advent und der ist für mich der Startschuß für die Vorweihnachtszeit. Es ist die Zeit um sich wirklich ernsthaft Gedanken über die Geschenke zu machen, um weihnachtlich zu dekorieren ... 


... das Lebkuchen- und Glühweinrezept hervorzuholen und in meinem Fall wieder keine Weihnachtskekse zu backen (ich sitze dafür aber an der weltbesten Keksequelle). Es ist dann auch an der Zeit, die WeihnachtsCDs und Schallplatten hervorzuholen und endlich endlich auch die Weihnachtsfilme.

Und es ist die Zeit um sich am Christkindlmarkt zu treffen und in netter Runde ein paar gemeinsame Momente zu genießen. Und es ist für mich auch die Zeit um eine liebgewonnene Tradition zu pflegen: das Adventkranzbinden mit meiner Mama und meiner Schwester.


Das machen wir heuer am Samstag vor dem ersten Advent und ich freue mich schon sehr. Meine Papa wird uns hoffentlich wieder mit selbstgemachtem Punsch und Toast verwöhnen, während wir Weiber in der Küche schnattern.

Ich liebe diese Zeit - wirklich aus ganzem Herzen. Ihr kennt ja meine Einstellung bereits und falls ihr euch nicht mehr erinnern könnt und damit ich sie selbst auch nicht vergesse, wenn der Trubel und die Hektik rundherum vielleicht kurzfristig zu laut werden:


In diesem Sinne: ich wünsche uns allen die wunderschönste Vorweihnachtszeit.

Sonntag, 22. November 2015

Glücksmomente der Woche

Also ist der Winter doch gekommen - wir hatten heute 5°C und das ist einfach perfekt für den Christkindlmarkt, auf den der Held und ich heute gehen. Fühlt sich doch schon viel besser an als bei 15°C.

Die Glücksmomente sind heute eher vom Wochenende als wie sonst von der ganzen Woche - das hat denn einfachen Grund, dass ich euch die Fotos und Geschichten schon unter der Woche gezeigt und erzählt habe. Macht aber auch nichts, oder?


Nachdem die Nadeln frei sind (das fertige Paar zeige ich euch nächste Woche) habe ich ein Paar Mojos angeschlagen. Die habe ich schon ewig nicht mehr gestrickt und ich freu mich drauf.


Der kleine Wolf hat mein Leseherz adoptiert - so liegt er ganz oft die letzten Tage drauf und ich finde, er hat einfach die perfekte Position gefunden, in der er auch noch ziemlich zum fressen aussieht.


Der Kater ist wiedermal wegversteckt. Vor wem oder was genau, weiß er - glaub ich - selbst nicht so genau. Aber es ist sicher etwas sehr Furcht einflößendes.


Für die Weihnachtswerkstatt habe ich den Couchtisch in Beschlag genommen und endlich meine gestickten Sterne gefüllt und verschlossen. Für die Erfindung "Stylefix" bin ich unendlich dankbar, denn mit der Hand zunähen hätte ich die Sterne nicht alle wollen.


Herbstliches Wohlfühlessen stand auch auf dem Plan. Hier Wurstfleckerl - das Rezept dafür habe ich euch hier schon mal verraten. Natürlich haben wir gleich eine ganze Auflaufform voll gemacht - so gibt es den Rest am Montag im Büro. 

mhmmmm - ich liebe Wurstfleckerl. Als Beilage hatten wir noch selbsteingelegte Zucchini von meinen Eltern. 

Ich zieh mich jetzt warm an und stapfe mit dem Helden zusammen los - davor schicke ich euch noch bei Alizeti vorbei, die unsere Glücksmomente sammelt und wünsche euch einen wunderschönen Sonntagabend! Macht es euch gemütlich und kuschelig.

Freitag, 20. November 2015

donnerstags.

Das übliche Morgenritual - aber heute etwas leichter, da es für mich das letzte Mal für diese Woche ist. Vorfreude ist doch ein toller Motivator.

Der Bürotag ist lustig, weil Donnerstag der Tag ist, an dem die beiden Arbeitsfreundinnen und ich vereint sind. Ab nächstem Jahr wird es wieder jeden Tag so sein - ich freu mich sehr. 

Zu Mittag bekomme ich von einer Kollegin Karfiolsuppe - da der Held unverständlicher Weise kein Freund von Karfiol ist, genieße ich die Schüssel die zwei Schüsseln Suppe sehr. Wie kann man bitte keinen Karfiol mögen?

Der Feierabend startet pünktlich und der Held und ich machen wieder unsere Landpartie um den kleinen Wolf abzuholen. Diesmal machen wir noch einen Zwischenstopp um unseren Wocheneinkauf zu erledigen. Deswegen kommen wir, nach einigen Runden aufregendem Parkplatztetris, auch erst gegen 20.30 Uhr nach Hause.


Die ersten bestellten Weihnachtsgeschenke trudeln auch ein - meine Nichte liest gerne und das macht mich als Tante sehr glücklich. Es besteht also noch Hoffnung. Die Schwägerin meinte, dass die Bücher von einem Verlag "irgendwas mit einem Raben" sehr beliebt sind - und ich hoffe, ich habe die richtigen erwischt.


Nach Einkauf ausräumen, Getier versorgen, Kistchen ausräumen und Geplauder in der Küche, ziehen der Held und ich uns auf die Couch zurück. Ich stricke mein Sockenpaar fertig (die letzten Runde der Spitze habe ich am Tag davor nicht mehr geschafft) und kurz nach 22.00 Uhr fallen wir ins Bett. 

Und das war er - der Einblick in einer Alltagswoche vom Helden und mir. Ich war wirklich erstaunt, wie gerne ihr das gelesen habt - das meine ich wirklich so. 

Diesen Beitrag schreibe ich übrigens unter erschwerten Bedingungen, denn der Kater sitzt auf meiner Schoß. Sein Schwesterlein hat ihn vorhin ein bisschen verprügelt und irgendwann hat er keine Lust mehr - obwohl er sicher 2kg schwerer ist als sie, wehrt er sich so gut wie nie, mein sanfter Riese.

Ich wünsche euch einen tollen Start ins Wochenende - ich bin ja mal gespannt, ob der Winter wirklich anklopft.

Donnerstag, 19. November 2015

mittwochs.

Der Tag startet wie die Tage davor - ein bisschen später allerdings, da der - für's aufstehen verantwortliche - Held den Wecker abgedrückt und sich nochmal umgedreht hat. Ich sehe es ihm nach, denn wäre ich dafür verantwortlich, würde die Geschichte jeden Tag nicht gut ausgehen.

Der Bürotag war unspektakulär, der verhasste Bericht ist abgegeben und ich hab wieder ein ganzes Jahr meine Ruhe davor. Pünktlich um 17.00 Uhr habe ich das Gebäude verlassen und habe mit dem Helden eine Landpartie gemacht um den kleinen Wolf abzuholen.

Den ganzen Tag über war es unangenehm warm - angeblich soll sich das am Wochenende ändern: na, ich bin gespannt. Um kurz vor 20.00 Uhr waren wir dann endlich zu Hause und der Kater hat sich gleich dramatisch in Pose geworfen.


Im Schlaf- und Arbeitszimmer hängt immer noch die gewaschene Wäsche von Sonntag. Leider weigern sich die Katzenkindern hier mitzuarbeiten und ich hatte um die Uhrzeit auch keine Lust mehr, Wäsche zusammenzulegen und wegzuräumen. Dann hängt sie eben noch einen Tag oder zwei


Dafür ist mir der Weihnachtskaktus wiedermal unangenehm aufgefallen, der im Arbeitszimmer katzensicher leben kann. Hallo? WEIHNACHTSkaktus? Was tust du bitte? 


Naja. Jeder wie er will. Schön ist er ja auch jetzt. Nach dieser Feststellung bin ich schnell unter die Dusche gesprungen um danach auf der Couch noch ein paar Runden zu stricken. Nach der letzten Gassirunde mit dem kleinen Wolf ist sich dann sogar noch etwas Lesezeit im Bett ausgegangen.

Mittwoch, 18. November 2015

dienstags.

Der Tag startet ziemlich ähnlich dem Montag. Aus dem Bett schälen, ins Bad traben, die Tierchen versorgen und dann ab hinaus in den Tag. Und der begann - zumindest himmeltechnisch - atemberaubend.


Im Büro angekommen hat immer noch der lästige Bericht auf mich gewartet, aber zuerst einmal das hier. Also in Ruhe Kaffee getrunken und das Schauspiel beobachtet.


Der Tag im Büro war dann eher durchwachsen - wenn das allgemeine Laufwerk keinen Speicher mehr frei hat und ich dadurch meinen Bericht nicht speichern kann, dann wirkt sich das durchaus auf meine Laune aus. 

Den Arbeitstag habe ich dann etwas später beendet als sonst - aber dafür ist der Bericht endlich fertig. Jipieee. 

Nachdem wir den kleinen Wolf dann von meinen Eltern Oma und Opa abgeholt haben und Parkplatztetris gespielt haben, habe ich um 19.00 Uhr endlich den Schlüssel ins Schloss zu unserer Wohnung stecken können. Die Freude bei den Katzenkindern war wie immer groß - vorallem darüber, den kleinen Wolf wiederzusehen. Diese Freude beruht allerdings eher einseitig.

Der Held und ich haben dann noch gemeinsam auf der Couch Tee getrunken und Dies & Das vom Tag besprochen, die neue Folge von "Game of Thrones" angeschaut und ein bisschen entspannt.


Ich mag diese Herbstabende mit Kerzenschein - falls ich das noch nicht erwähnt habe. Um kurz nach 22.00 Uhr sind wir dann ins Bett gestapft - diesmal blieb die Lesezeit leider auf der Strecke.

Dienstag, 17. November 2015

montags.

Der Montag startet wie immer um 04.45 Uhr mit dem Wecker. Während ich mich nochmal umdrehe und hoffe, dass es sich eigentlich um einen Irrtum handelt, steht der Held auf, kocht schon mal Kaffee und verschwindet ins Badezimmer. 

Wenn der Kaffee dann dampfend im Häferl ist, weckt er mich nochmal auf. Was für ein Luxus, diese paar Minuten. Danach verschwinde auch ich im Badezimmer, das Getier wird gefüttert, das Kistchen ausgeräumt und kurz darauf machen wir uns auf den Weg in den Tag.

Im Büro verläuft alles recht unspektakulär. Ich muss einen Jahresbericht schreiben, vor dem ich mich so lange wie möglich gedrückt habe. Aber jetzt muss es sein - die Zeit wird knapp. Ich bleibe ein wenig länger im Büro und komme gut voran, weil es am Abend einfach ruhiger ist als untertags. Außerdem habe ich um 19.00 Uhr noch einen Termin beim Friseur und da zahlt es sich nicht aus dazwischen heimzufahren. 


Frisch rasiert geduscht sitze ich dann endlich um kurz vor 21.00 Uhr mit dem Helden auf der Couch. Gerade noch pünktlich zum Beginn der neuen Folge von "The Walking Dead". Danach fallen wir beide ins Bett und lesen noch ein paar Seiten - nicht mehr viele, denn die Augenlider sind schon sehr schwer. Gute Nacht Montag, gute Nacht Welt!

Montag, 16. November 2015

sonntags.

Gestern ging es bei uns sehr, sehr gemütlich zu. Draußen hat es fast den ganzen Tag ununterbrochen geschüttet, aber drinnen war es richtig schön.

Wir haben die Wäsche der vergangenen Woche gewaschen und eine Liste für Weihnachten geschrieben. Die hat zu Tage gebracht, dass wir noch ganz schön viel überlegen sollten. In der Küche haben wir auch einige Zeit zugebracht und den letzten Kürbis aufgetaut, der sein Leben als Suppe beenden darf.

Da nicht alles in die Mitnehmgläser fürs Büro gepasst hat, habe ich mich geopfert und den Rest gegessen. Ja, ich bin wirklich sehr arm.


Wir haben die Suppe zum ersten Mal mit einer kleinen Dose Kokosmilch verfeinert - die Bedenken, dass es zu kokoslastig schmeckt haben sich zum Glück nicht bestätigt. Das machen wir wieder.

Der Hauptgang war auch ein Experiment, denn nachdem momentan gefühlt die halbe Welt Wirsingrouladen (also bei uns in Österreich nennt man den ja "Köch") statt Krautrouladen ißt, wollten der Held und ich das auch.


Sieht vielleicht ein bisschen wie ein Unfall aus - schmeckt aber wirklich sehr gut. Und die Köchblätter eignen sich auch ein bisschen besser zum wickeln als Kraut. Also auch hier: gerne wieder ♥

Und den Rest vom Sonntag haben der Held und ich zum größten Teil auf der Couch verbracht. Serien anschauen, ein bisschen stricken, ein bisschen unter die Kuscheldecke kriechen ... und ein bisschen Kerzenschein.


Achja - ein bisschen in der Badewanne war ich auch. Mit ein bisschen Sekt ... so ein bisschen Luxus. Schön war's. 

Und weil ich ganz verliebt bin in unsere schöne Lichterkette, die am Bettgestell hängt - gibt es davon noch ein Foto.


Ach ♥

Und weil heute leider nicht Sonntag sondern Montag ist - wünsche ich euch einen wunderschönen Start in die neue Woche.

Sonntag, 15. November 2015

Glücksmomente.

Heute. Keine. Irgendwie passt es nicht - Bauchgefühl.

Solidarité.

Donnerstag, 12. November 2015

Über die Ehrlichkeit und Echtheit in der virtuellen Welt

Immer öfter lese ich auf diversen virtuellen Kanälen Aufrufe für mehr Echtheit und Ehrlichkeit im Web (komischerweise meistens dort, wo genau das Gegenteil die Norm ist).

Mich persönlich wundert es nicht, das viele Menschen sich lieber aus der virtuellen Welt zurückziehen, anstatt dem Aufruf nachzugeben, denn ehrlich: die Grenze zwischen peinlich und echt ist manchmal sehr sehr dünn und einmal in das www hinausposaunt, ist es draußen - kaum rückgängig zu machen oder klarzustellen.


Ich finde meinen Blog persönlich. Echt. Natürlich gibt es Dinge, die hier nichts zu suchen haben. Und Dinge, die ich nicht niederschreiben kann - weil sie gesagt werden müssen um nicht mißverstanden zu werden.

Mit der Ehrlichkeit habe ich hier so meine Probleme - vorallem wenn Dinge einmal nicht so laufen, wie sie sollen oder ich es mir gewünscht habe, wenn ich traurig bin oder so zornig, dass ich am liebsten heulen und schreien gleichzeitig will.

Warum ich darüber nicht schreiben kann? (und jetzt ruft auch bitte die Worte aus dem vorletzten Absatz in Erinnerung: ... Dinge, die ich nicht niederschreiben kann - weil sie gesagt werden müssen um nicht mißverstanden zu werden)


Weil wenn ich darüber schreibe, lege ich nicht nur einen ziemlich verwundbaren Teil von mir selbst sehr öffentlich dar, sondern muss auch ein "ja, hatte ich auch ..." und "das wird auch vorbeigehen ...", "ärger dich nicht ..." und "das Leben geht weiter ..." akzeptieren.

Und das kann und will ich nicht - nicht in diesem Moment (und vermutlich auch nicht später) - ich will in diesem Moment stinkwütend und endlos traurig sein dürfen - dass das Leben trotzdem weitergeht und andere viel schlimmer dran sind - ja, danke. Ich weiß es.
(denkt immer an den Satz: ... Dinge, die ich nicht niederschreiben kann - weil sie gesagt werden müssen um nicht mißverstanden zu werden)


Und weil ich nicht rummotzen will und undankbar erscheinen will - es auf der anderen Seite aber in dem Moment (und vermutlich auch nicht später) schwer aushalten kann - schreibe ich gar nichts.

Denn oft denke ich mir: ich möchte darüber schreiben, wie sehr der große Wolf uns nach über 1 1/2 Jahren immer noch fehlt (und das der Mensch, der den Spruch "Die Zeit heilt alle Wunden" rückwirkend verklagt gehört) und das die Traurigkeit, das Vermissen und der Schmerz, Gefühle sind, an die man sich gewöhnt - mit denen man lernt zu leben. 



Und im selben Moment weiß ich, wie brutal sich das liest. Das ich es aussprechen und bei Bedarf erklären müsste - und das ist schriftlich unmöglich. Also lass ich es.

Oder ich möchte darüber schreiben, wie müde wir oft nach einem Tag sind, der uns 14 Stunden von zu Hause fernhält. Der nach über 10 Stunden Arbeit noch 120km Autofahrt bedeutet. Und wie wenig Lebenszeit an diesen Tagen jede Woche übrigbleibt.


Aber ich lasse es - ich schreibe und zeige euch lieber die schönen Seiten, die es auch an diesen Tagen gibt. Denn die sind auch echt und es schreibt sich nach solchen Tagen einfach leichter darüber (Hallo Ehrlichkeit!).

Und wenn ich dann wieder über die Ehrlichkeit in der virtuellen Welt lese, frag ich mich: Wieviel Ehrlichkeit verkraftet sie? 


Oder geht es wirklich nur um schmutzige Wäsche, dreckige Küchen, ungeschminkte Gesichter und Zahnpastaspritzer?

Mittwoch, 11. November 2015

Das Leben ist ...

... ein Novembermorgen mit + 17°C ... ein Gute-Laune-Lied im Radio ... ein paar Buchseiten im Bett lesen ... eine Gutschrift von der Versicherung ... Adventkranzpläne schmieden ... ein Feierabendfoto vom Helden ...


... ein nettes Gespräch unter Kollegen ... Christkindlmarkteröffnung am Freitag ... das Anzünden der Kerzen am Abend ... Vorfreude auf einen Schwesternabend ... und das Wochenende ... eine heiße Feierabenddusche ... das offizielle Eintragen des Weihnachtsurlaubs ... die ganz große Maroniliebe (danke Mama ♥) ... 


... das Knacken der Heizung ... und das Einschalten der Lichterketten ... einen Brief ans Christkind schreiben ... der erste Schluck Kaffee am Morgen ... einen neuen Nagellack kaufen ... das Tragen von selbstgenähter Kleidung ... und das von gestrickten Wollsocken ... das Ableben der Lieblingsjeans ... und Onlineshopping ... weil es sein muss ...


... die Gedanken über Weihnachtsgeschenke ... ein Nasenstupser von der Katzenfrau ... das Geschnurre vom Katertier ... das Schnarchen vom kleinen Wolf ... und das Vermissen von dem, der fehlt ... du und ich ... Händchen haltend die Lieblingsserie anschauen ...


... das Leben eben.

Wie das Leben sonst so war, könnt hier und hier und auch hier nachlesen.

Dienstag, 10. November 2015

Es war einmal ...

... eine liebste Freundin, die einen Geburtstagswunsch vor langer Zeit äußerte. Hätte ich ihn mir nicht notiert, hätte ich ihn sicherlich vergessen - aber ich bin eine Wünschemitschreiberin, deswegen hatte die liebste Freundin Glück.


Und so wurde ein kleiner Bär geboren - der ein kleines geplottertes Herz am Po bekam. Davon habe ich euch hier ein Foto gezeigt. Es war meine erste Plotterdatei (und ich schäme mich ganz toll das zu schreiben, aber bis jetzt auch letzte Datei - die Zeit, die Zeit ... seufz). Und weil er ja für die liebste Freundin ist, hat er noch ein zweites Herz auf die Brust bekommen.


Und weil ich ein Depp Schussel bin, habe ich nur diese zwei - nicht ganz tollen - Fotos. Das E-Book "Toffee nosed friends" war übrigens eines der ersten, welches ich mir gekauft habe und es finde es immer noch ganz toll. 

Es bietet so viele Gestaltungsmöglichkeiten - so habe ich die Tasche durch ein ♥ ersetzt, die Bärchen kriegen bei mir immer hinten einen Kreis als Puschelschwanz aufgenäht und die Augen kann man auch nach oben gebogen aufsticken.

Der kleine Bär wohnt jetzt bei der liebsten Freundin und weil dem so ist, darf ich ihn hier auch endlich zeigen.