Montag, 30. März 2020

Essen

Vorab: der Babybub ist noch dort, wo er auch die letzten 9 Monate verbracht hat. Gestern war ein Kontrolltermin im Krankenhaus - alles in Ordnung. Ich muss schon sagen, die Stimmung im Krankenhaus ist beklemmend. Ich musste durch einige Kontrollen, der Held durfte nicht mit ... ja, diese Zeiten sind fordernd. 

Kommen wir lieber zu was beruhigendem. Essen. Es scheint ja ein wenig so, dass es momentan zwei Hauptaktivitäten gibt. Essen und/oder Sport. Für zweiteres bin ich entschuldigt. 

Daher.
Topfenstrudel  
Frühlingszwiebel im Speckmantel. Als Beilage Petersilerdäpfeln.
Käsekuchen nach dem Rezept von Frau Landgeflüster.
Und wenn dann nix mehr reinpasst - dann gibt es für mich noch eine zweite Hauptbeschäftigung momentan.
Der Pullover ist mittlerweile fertig und wenn ich es schaffe, dann fotografiere ich euch noch die restlichen Stricksachen der letzten Zeit. 

Nun denn. Starten wir in die nächste Woche der neuen Zeit. Bitte bleibt weiter vernünftig! Es liegt noch einiges vor uns!

Mittwoch, 25. März 2020

drinnen & draußen

Gestern waren der Held und ich zum ersten Mal seit vielen Tagen einkaufen. Wir haben ganz stur unseren langen Einkaufszettel abgearbeitet - ohne Einkaufszettel einkaufen gehen, wäre für mich undenkbar. Verpackungsopfer gepaart mit Gustokäuferin - das würde nicht gut gehen. In Zeiten wie diesen schon gar nicht. 

Wir verwenden übrigens die To-Do App von Microsoft, nachdem der Vorgänger ja leider vom Markt genommen wird. So arbeiten wir schon seit Jahren damit und sind wirklich zufrieden - jeder kann jederzeit etwas hinzufügen und die Synchronisation funktioniert tadellos. Nur falls es jemanden interessiert, wie wir da tun (Werbung ohne Auftrag versteht sich).

Der einzige Posten, der auf dem Einkaufszettel sehr großzügig formuliert war - war: Obst & Gemüse. 
Da es gestern zu Mittag eine riesen Schüssel Salat mit Nüssen und für mich mit Mozzarella gab, haben wir ganz schön zugeschlagen. Und es hat so so gut geschmeckt. Mit uns waren übrigens sicher nicht mehr als 5 Menschen im Geschäft und es war wirklich alles vorhanden - nein stimmt nicht ganz, wenn jemand nach mir noch Gries wollte, dann hat er keinen mehr bekommen.

Zuhause angekommen, hat der Babybub nach einem Obstteller verlangt. Ich hab es ganz genau gespürt. Mutterinstinkt und so. Ihr wisst schon. Also - hab ich einen babybubgerechten Obstteller hergerichtet.
Haha. Aber gut war er. Und laut Verpackung war da auch was mit Erdbeer, Apfel, Zitrone, Orange und so dabei. Also bitte.

Ansonsten rumpelt heute schon die Waschmaschine. Ich hab die Badezimmer- und WC-Teppiche reingeschmissen, nachher kommen noch die Fleckerlteppiche aus Küche und Vorzimmer rein. Später möchte ich noch einen Topfenstrudel backen und zu Mittag gibt es heute Reste. Wir haben noch Wurstfleckerl und roten Rübensalat übrig. 

Ein bisschen umdekoriert habe ich auch schon. 
Und viel mehr habe ich gar nicht zu erzählen. Belangloses und trotzdem ist es doch irgendwie das, was unser Leben gerade ausmacht. Macht es gut meine Lieben und bleibt tapfer! Vorallem aber gesund.

Montag, 23. März 2020

festhalten am Guten!

Eine neue Woche ist angebrochen - das Wochenende hat sich nicht wirklich von den Wochentagen unterschieden, außer das der Held nicht im Home-office arbeiten musste. 

Einkaufen waren wir das letzte Mal in der vorletzten Woche - es ist erstaunlich wie lange man mit einer klugen Überlegung, was man aus was kochen kann, kommt. Mittlerweile haben wir den letzten Apfel und den letzten Paprika angeschnitten, die frische Milch ist uns schon am Samstag ausgegangen ... ich denke also, wir werden morgen oder übermorgen wieder für die nächsten Tage einkaufen gehen.

Wenn die Prognose der ExpertInnen stimmt und wir in der momentanen Situation nicht nur noch einige Wochen, sondern vielleicht sogar Monate leben werden - dann möchte ich schauen, was denn doch gut ist.

# mit dem Helden zusammen in der Küche kochen. Auch wenn es keine kulinarischen Herausforderungen sind - Essen, dass sich heimelig anfühlt - genau das brauchen wir jetzt. In dem Fall Wurstfleckerl.

# Video telefonieren, Whats appen - in Verbindung bleiben können. Wer hätte noch vor einiger Zeit gedacht, dass das so wichtig für uns wird? 

# Zettelchen noch und nöcher an Haustüren finden, wo die junge Generation sich anbietet für die ältere bzw. Risikogruppe einkaufen und sonstige Besorgungen zu machen.

# die heimeligen Stunden am Abend. Die sich so anfühlen, als wäre alles wie immer. Für ein paar Stunden alles vergessen können, was mir doch immer noch ein wenig Angst macht. Oder mich auch traurig. Es ist nicht ganz so einfach und ja, ich bin doch ein hochschwangeres Menschlein mit Hormonen und so :)

# Angebote und Nachfragen von Menschen, die mich gar nicht persönlich kennen bzw. von denen ich es gar nicht erwartet hätte. Wie es uns geht. Ob wir was brauchen. Aus der Apotheke zum Beispiel - man könne uns da gerne helfen. Über Instagram - einfach so. 

# Zeit haben zum lesen. Die ganzen angesammelten Zeitschrifen, die Bücher auf dem "zum lesen" Stapel. In den Mediatheken nach Reportagen suchen. Neue Ideen bekommen.

# einen kleinen Schatz bekommen. Und davon träumen, wie ich sie im Garten trage. Mit dem Babybuben am Arm und der Familie rund herum. Davon kann ich jetzt nicht mehr schreiben. Sonst werde ich wieder traurig und Hormone und so :)

# der tägliche kleine Spaziergang mit dem Helden. In Österreich haben wir massive Ausgangsbeschränkungen schon seit einer Woche. Ich bin froh, dass unser Land so früh und so hart reagiert hat. Denn wir dürfen wirklich nur mehr sehr eingeschränkt nach draußen. Ein Spaziergang mit Menschen, die zusammen in einem Haushalt leben, ist erlaubt. 

Das war vorerst mal mein Gutes der letzten Tage. Ich hoffe, ihr hattet auch ein paar schöne, gute Momente in dieser Zeit. Ich wünsche es euch sehr! Bleibt bitte gesund!

Donnerstag, 19. März 2020

Von Wolle und Suppe

Ja, er war vielleicht ein wenig verstörend mein letzter Post. Und noch mehr, weil ich die Kommentare gesperrt hatte. Aber nachdem die ersten, für mich sehr verstörenden und dreisten Meldungen über Instagram eintrudelten, war das eine Maßnahme um mich zu schützen. Da war nämlich von "dann mach doch eine Hausgeburt" über "ach, ich hab meinen Mann gar nicht gebraucht, dein Körper weiß eh was er tut. Wirst sehen der wird dir gar nicht fehlen.." alles dabei. Das es sich bei zweiterer nun schon um den Exmann handelt, brauch ich nicht extra zu erwähnen, oder? Diese Personen hab ich großzügig blockiert. Brauch ich nicht.

Mittlerweile ist der Glauben an mein Internet wieder da - auch wenn der kurzzeitig ziemlich zerrüttet war.

Wichtig war der Post trotzdem - weil er mir ganz viel Last genommen hat. Kennt ihr das, wenn ihr endlich ein Ventil für etwas gefunden habt, dann ist die Druckluft raus und es lässt sich wieder frei atmen? Mir geht es immer so, wenn ich über eine Blogpause schreibe. Dann ist der Druck weg und manchmal braucht es die Pause dann gar nicht mehr.

So. Nun aber wieder zu den guten Dingen des Lebens. Denn die sind ja auch noch da. Ich habe die letzten Tage gestrickt. Viel. Stricken hilft mir immer - immer schon. 
Als erstes ein Paar Socken. Die kommen in die Geschenkekiste für irgendwann mal. Das Muster hab ich aus einem Buch, das ich irgendwann mal irgendwo gekauft habe. Es nennt sich "Die schönsten Muster" und ich kann es nicht mal über Google finden. Allerdings sind da viele wirklich schöne Muster drinnen - ich glaub, da mach ich bald noch was draus. Die Wolle ist von Buttinette, denk ich. Ich hab sie einfach aus meiner Wollkiste gefischt. 
Aus dem und einem anderen Rest habe ich dann finnische Zugsocken gestrickt. Die hab ich bei Rita entdeckt und die nächsten sind schon auf den Nadeln. Ich find die Form wirklich sehr süß und sicher auch praktisch. Der Babybub wird Wollsachen zum anziehen haben ... herrlich. Diese Socken sollen von 0-7 Monaten passen - sowas mag ich ja dann besonders gern und das nächste Paar hab ich einfach ein wenig größer gestrickt ;)

Auch ein leichter Frühlings-Sommerpullover für den Babybuben ist fertig geworden. Die dickere und größere Version davon findet ihr hier und hier. Er ist aus einem Farbverlaufsknäuel gestrickt und weil der Pullover kein vorne und hinten hat, kann er so oder so getragen werden. Find ich toll. Ich hätte noch Wolle übrig ... :)

Und neben stricken beruhigt mich auch noch etwas anderes. Kochen. Vorallem Sachen, die mit positiven Dingen verknüpft sind. So wie ein großer Topf Suppe. Und genau die köchelt schon am Herd. Als Einlage wird es neben Gemüse und ein bisschen Rindfleisch dann entweder Grießnockerl oder Nudeln geben - das entscheide ich noch spontan.
Ihr Lieben - gebt gut auf euch Acht! Bitte seid vernünftig und bleibt so gut es geht wirklich zu Hause. Denkt an eure Mitmenschen, vielleicht auch an Menschen wie mich, die hoffen, dass nicht noch mehr Maßnahmen ergriffen werden müssen. DANKE!

Wir lesen uns bald wieder! Alles wird gut werden - darauf müssen wir jetzt einfach mal vertrauen!

Dienstag, 17. März 2020

laut gedacht.

Eigentlich denke ich, dass alles was man zu der momentanen Situation sagen und schreiben kann, bereits gesagt und geschrieben wurde. Ich für meinen Teil versuche mich einmal am Tag gut zu informieren und nicht stündlich im Strudel der aktuellen Berichterstattung zu versumpfen. Das tut mir nicht gut. 

Das Positive an allem ist, dass der Held bei mir ist. Er darf Home-Office machen. Wir bleiben zu Hause und ich bekomme ganz viel Ruhe und werde von ihm gehegt und gepflegt.

Und dann gibt es natürlich die andere Seite. Die mir Sorgen macht. Die, wo meine Hände schwitzig werden und ich unruhig. Das mich niemand im Spital besuchen darf, wenn der Babybub geboren wird - ja, dass ist zwar traurig, aber das wird dann in sicheren Zeiten ausgiebig nachgeholt. Zu Hause. In Ruhe.

Aber, wenn der Held nicht bei der Geburt dabei sein darf ... das können wir niemals nachholen. Das ist der Punkt, der mir Angst macht. Ich weiß, vor wenigen Jahrzehnten, war das gang und gäbe. Mein Verstand würde diese Vorgangsweise auch verstehen. Natürlich. Wenn er nicht mitkommt, würde es das Risiko für die Geburtenstation minimieren. 

Aber in diesem einem Punkt kommt jetzt der pure Egoismus durch. Bei mir. Oder schöner umschrieben: mein Herz. Ich will das so nicht. Ich.
Noch ist nicht aller Tage Abend. Ich weiß. Das wird schon werden. Ich weiß. Wer weiß denn, was in 2-3 Wochen ist. Ja, niemand. Ich weiß. Du musst positiv denken. Jahaaaaaa. Ich weiß. Du musst an den Babybuben und dich denken. Ich weiß. Niemand weiß, wie es wird. Und das ist alles, was ich ganz sicher weiß. 

Wünschen hilft vielleicht: ich wünsche mir, dass der Held bei der Geburt unseres Babybuben dabei sein darf. Wir zu dritt nach 2 Tagen auf eigenen Wunsch nach Hause gehen dürfen, weil den Rest die Hebamme macht. Und wir in einigen Wochen, Monaten und Jahren darauf zurückschauen und milde lächeln können. Weil alles gut ging.

kleiner Nachtrag: ich habe die Kommentarfunktion ausgeschalten für diesen Post.