Freitag, 16. November 2018

Unser täglich Brot gib uns heute {Rezept für euch}

Wunderschönen guten Morgen ihr Lieben! Nun folgt das mit Abstand am längsten erwartete Rezept EVER. Unser Brotrezept. Also eigentlich dem Helden seins. Aber mein Blog - also :)

Und ich erwähne etwas Wichtiges gleich am Anfang: das Brot ist nicht an einem Tag schnell zusammengeknetet und gebacken - der Teig muss nämlich mindestens gute 20 Stunden gehen. Nun aber los.
Wir brauchen:
1-2 g Frischgerm* (keine Trockengerm) und ja es sind nicht mehr Gramm :)
500 ml dunkles Bier
200 g Roggen Mehl (glatt)
500 g glattes Weizenmehl (Type 480 od 700)
14 g Salz
7 g Brotgewürz
1 Esslöfel Honig
15 ml Weißweinessig (oder anderen Essig)
* Germ = Hefe 

Wir machen:
Germ in ein bisschen Bier auflösen, das restliche Bier in eine Schüssel geben. Alle Zutaten ebenso in die Schüssel, die aufgelöste Germ allerdings erst zum Schluss zugeben.

Gute 5 Minuten langsam kneten; weitere 5 Minuten schneller (bei uns wird das mit der Maschine gemacht).

Zudecken und an einem zimmerwarmen Ort gehen lassen. Nach ca. 12 Stunden (muss nicht so genau sein) den Teig einmal dehnen und wieder in der Schüssel zugedeckt ruhen lassen. 
Nach weiteren ca. 8 Stunden nochmal dehnen und formen damit der Teig in den bemehlten Gärkorb passt. 
Dabei sanft sein und nicht die Luft rausdrücken. Eine weitere Stunde zugedeckt gehen lassen und während dessen das Backrohr auf 230°C mit Umluft vorheizen.

Den Teigling auf ein Blech mit Backpapier stürzen und mit Wasser einsprühen. 
Das Brot wie folgt backen: 
5-10 Minuten bei 230°C Umluft
20 Minuten bei 200°C Umluft - gelegentlich mit Wasser einsprühen
die letzten 20 Minuten bei 200°C Ober/Unterhitze ohne Wasser fertig backen.
Das Brot ist nach insgesamt ca. 50 Minuten fertig gebacken - am Besten einen Klopftest (einfach mit den Fingerknöcheln auf den Boden vom heißen Brotlaib klopfen. Das Brot ist dann fertig gebacken, wenn es sich beim Klopfen hohl anhört) machen.

Gut abkühlen lassen, am besten wieder mit einem Tuch zugedeckt.

Bei Verwendung von einem Gußtopf spart man sich das einsprühen.

Und dann kommt das Beste:
Ich hoffe, ihr kennt euch aus. Falls nicht, könnt ihr natürlich gerne in den Kommentaren fragen und der Held beantwortet dann alles :)

Vielen Dank für eure Geduld - auf das Rezept habt ihr wirklich lange gewartet und ich hoffe, unser "Alltagsbrot" schmeckt euch so gut wie uns ♥

Mittwoch, 14. November 2018

Weekendvibes

Das letzte Wochenende war ein schönes Sammelsurium an Schnipseln. Auch wenn wir nichts Großartiges gemacht haben - es waren ganz viele kräftegebende Momente drinnen.
Ich war beim Frisör. Davor waren der Held und ich gemeinsam etwas Essen und Trinken. Und nach dem Frisör (ich bin ja schnell) waren wir gleich nochmal was trinken.
Und sind dann über viele Bezirke nach Hause gelaufen. Durch das fast schon nächtliche Wien und manche Orte sind um die Uhrzeit sogar noch schöner als untertags. Wie der Naschmarkt zum Beispiel.
Überhaupt war ganz viel Zeit für Gemütlichkeit. Und auch wenn wir ein richtig faules Wochenende geplant hatten - wir waren alles - nur nicht faul.
Aber eben gemütlich. Sehr gemütlich. Und produktiv. Neben einem endlich fertig gestelltem Paar Socken, den Fotos für das lange versprochene Brotrezept (ich danke euch sehr für eure Geduld - das Rezept kommt diese Woche noch) haben wir auch das erste Mal Pfeffernüsse gemacht ...
... und für sehr gut befunden. Wird in die Rezeptsammlung aufgenommen - leicht und unkompliziert, genau so wie ich es mag. Und Suppenwürz haben wir auch wieder eingekocht.
Die Vorratskammer ist nun wieder gut gefüllt - das Suppenwürz ist schon seit Jahren ein fixer Bestandteil unserer Küche und variiert oft auch nach der Jahreszeit, in der wir es einkochen.

Ein bisschen Frischluft haben wir uns dann am Sonntag doch noch abgeholt, aber nicht sonderlich lange. Eine kleine Runde durch die Nachbarbezirke - es muss ja nicht immer weit sein und für ein Fundstück hat es gereicht.
Und so war dann auch ganz schnell Montag - ich weiß ja nicht, wo die Zeit immer hinläuft und unvorstellbar für mich - so verwöhnt wie ich eben seit über 2 Jahren bin - wie man alles in nur 2 Tagen Wochenende unterbringen soll, was ich nichtmal richtig in 4 schaffe. Luxusprobleme - ich weiß. Dennoch.

Zurück zum Thema: Bohnenmontag. Durch einen Urlaubstag vom Schwesterherz sind wir gleich in der Früh mit einem Frühstück gestartet ...
... waren danach ein wenig Christkindleinkäufe machen (die "wer-bekommt-was"-Liste habe ich zusammen mit dem Helden am Samstag geschrieben) und danach haben wir das Bohnenmädchen vom Bohnengarten abgeholt.
Mit ihrer ersten selbstgebastelten Laterne. Was ist sie stolz drauf ♥ Sehr sehr süß - mit LED Licht, auf das sie - laut eigener Aussage - gut aufpassen muss. Sonst ist es kaputt ♥

Und nach diesem, doch sehr langem Beitrag mit lauter Alltagsdingen, wünsch ich euch einen wunderschönen Mittwoch - ja Mittwoch ist es schon. Tz. Also - bis bald, meine Lieben!

Montag, 12. November 2018

{Wandersaison 2018} Kahlenberg ~ Wiener Stadtwanderweg 1

Wunderschönen Montagmorgen ihr Lieben! Während ich heute einen ganzen Tag mit dem Schwesterherz und einen halben mit dem Bohnenmädchen verbringe, könnt ihr euch noch ein Häferl Kaffee nehmen und mit mir gemütliche 11 Kilometer durch die Weinberge Wiens stapfen.
Eine Übersicht über die Wiener Stadtwanderwege findet ihr hier - der Held und ich sind schon die Nummer 2 und unabsichtlich zweimal die Nummer 6 gelaufen und letzte Woche nun auch die Nummer 1
Es ist ja fast unglaublich, dass wir nur 20 Minuten mit dem Auto von unserem Wohnzimmer entfernt, ein derartiges Paradies haben. Das muss man sich schon mal vor Augen halten und ich glaube, dass kommt in den wenigsten Großstädten so vor.
Der Herbst hat uns wiedermal mit unseren Farben fast erschlagen - nein ich möchte lieber sagen verzaubert. Wenn der leichte Wind dann auch noch die bunten Blätter auf einen regnen lässt, dann fehlt eigentlich nur mehr kitschige Musik im Hintergrund.
Und so stapfen wir hoch, immer höher - aber nie allzu anstrengend. Die Steigung ist da, stetig, aber nicht unangenehm. Und bald schon sind wir ganz oben, am Kahlenberg. Der Wind pfeift kalt und rauh - der schützende Wald ist fort. Aber dafür ...
... ein Wahnsinnsaussicht. Trotz dem Herbsthimmel, der heute seinem Namen alle Ehre macht. Wann immer ich meine Stadt so da liegen sehe, werde ich wahnsinnig stolz und glücklich. Schön ist sie ♥

Den ganzen Weg runter vom Kahlenberg, fast bis zum Auto, begleitet uns der Anblick auf Wien. Ich habe sicher 34234.23434 Fotos gemacht und die Wahl, welche es hier in den Beitrag schaffen, fiel mir nicht leicht.
Ich mein: kitschiger geht's ja jetzt wirklich nimmer. 
Aber irgendwann heißt es dann doch Abschied nehmen von dieser Kulisse - auch wenn es mir diesmal schwer fällt. Ich hätte ewig dort stehen bleiben können und diese Freiheit genießen - nichts, was mich belastet, keine schweren Gedanken, kein Ärger, keine Sorgen. 
Und so nehme ich einfach das Gefühl mit. Und ca. 34534023490.343490 Fotos von einem grandiosen Ausflug ♥ Die Wandersaison 2018 ist - bis heute - so wunderbar.

Ich hoffe, es hat euch gefallen und ich konnt euch ein wenig das Gefühl vermitteln, welches mir solche Wanderungen immer schenken ♥♥ Startet gut in die neue Wochen und bis bald ihr Lieben, bis bald!

Samstag, 10. November 2018

Gesundheit!

Donnerstag, 8. November 2018

{Wandersaison 2018} Gießhübl

Der Wienerwald im Bereich Gießhübl, Burg Liechtenstein und Perchtoldsdorfer Heide ist der Wald meiner Kindheit. Am Wochenende leider immer so überlaufen, weil ganz Wien dorthin auswandert, wenn die Städter ins Grüne wollen, hat sich der letzte Mittwoch - an dem der Held und ich uns freigenommen haben - angeboten einen Ausflug am Gießhübl zu machen.
Und schon beim Anblick der Schafe auf der Weide, bin ich wieder ganz da - über 25 Jahre früher - als kleines Fräulein nima. hach.
Und so stapfen der Held und ich hoch bis zur Hans Nemecek Hütte und von dort in den Wald hinein Richtung Seewiese. Das dortige Gasthaus ist seit über einem Jahr verlassen - keine Ahnung wieso, denn Wanderer würden dort mit Sicherheit genug vorbeikommen.
Die Allee mit den Obstbäumen zur linken und rechten Seite hat uns schon letztes Jahr verzaubert - da waren wir mit dem Bohnenmädchen im Kinderwagen dort (unglaublich wie klein sie damals noch war).
Der Herbst hat diesmal tief in den Farbkasten gegriffen - die Farben dort sind unglaublich, das muss man fast selbst gesehen haben, denn die Kamera kann das unmöglich einfangen. Und wenn ich Kamera schreibe, meine ich natürlich das Handy - denn eine Kamera schleppe ich nicht mit.
Der Radler vom Sommer wird gegen einen Zirbenschnaps unterwegs eingetauscht. So will es das Wandersleut' Gesetz - egal wie spät es ist (und es war tatsächlich weit vor Mittag). Mit einem Zirbenschnaps im Bauch kann man auch viel besser klettern.
Und die grandiose Weitsicht genießen.
Wie gesagt - die Farben kann ich selbst mit Nachbearbeitung gar nicht nicht wiedergeben. Diese Mischung zwischen Herbstwald in allen Farben und im Hintergrund die Großstadt Wien - hach, es kann wirklich nicht schöner sein.
Nein, das kann es wirklich nicht. Zumindest nicht an diesem Tag. Auch wenn ich mich heuer stark ins Wald- und Mostviertel verliebt habe - der Wienerwald in diesem Bereich ist mein Zuhausewald. Hier wurden schon Geschichten geschrieben - hier ist meine Kindheit zuhause.
Und so sind wir nach rund 11 Kilometern wieder am Anfang angekommen und wenn wir in der Weihnachtszeit Urlaub haben, dann komme ich gern wieder ♥