Donnerstag, 25. September 2014

An Tagen, wie diesen...

Es war in unserer Urlaubswoche am See, an einem ganz besonders schönem Tag - der Held und ich standen zusammen auf diesem Berg und die ganze Welt lag uns zu Füßen. Die Sonne kitzelte meine Nase und ich dachte so darüber nach, wie glücklich ich mit allem bin: mit dem Helden, unserer kleinen Familie, meiner Familie, meinen/unseren Freunden und auch mit dem wer und was ich bin...


Hattet ihr schon mal einen Metallspan im Finger? Das tut nicht immer weh - nur wenn man ganz speziell dran kommt, dann gibt es so einen Stich, der einem von oben bis unten in alle Fasern des Körpers geht - so ein richtiger fieser Stich ist das. 

Mir geht es manchmal so, wenn ich ganz besonders glücklich bin. Da gibt es mir so einen Stich und ich denke an den großen Wolf und wie sehr er mir fehlt. Wie sehr es ihm hier gefallen hätte - hier mit uns.


Es sind diese Momente, an denen nicht mein Verstand die Oberhand hat - sondern nur das Herz. Ich lasse diese Momente bewusst zu, ich finde es wichtig auch nach über 7 Monaten immer noch traurig sein zu dürfen. Diese Augenblicke, wie dort oben am Berg, sind die wo ich mir wünsche, es wäre doch anders gekommen und wir hätten noch ein wenig mehr Zeit zusammen gehabt. Wo ich mir wünsche es gäbe noch eine Berührung und eine Geschichte mehr - zusammen.

In diesen Momenten möchte ich nicht vernünftig sein und dankbar - sondern einfach nur traurig und menschlich. 


An Tagen, wie diesen bin ich ein wenig dünnhäutig und auch wenig verloren - wir haben dieses Leben so lange versucht zu schützen, soviel Angst um ihn gehabt und am Ende das Ende - sein Ende - entscheiden müssen...ich glaube, genau das ist es, was so lange an einem nagt und das sind die Bilder, die leider lange lange gegenwärtig sind.

An Orten, wie diesen habe ich das Gefühl, das Vergangenes das Gegenwärtige treffen darf - ein wenig stärker und wahrgenommener als sonst wo. Es darf so sein. An Tagen, wie diesen...

Kommentare:

  1. Ja, so darf es sein, genau so! Das Schöne und das Traurige sind sehr oft ganz nahe beieinander.
    Liebe Grüsse in deinen Tag,
    Brigitte

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  2. Mein liebstes nimalein...

    Nie! Niemalsnicht darf ein Zeitpunkt kommen, an dem man glaubt, nicht mehr trauern zu DÜRFEN. Denn Trauer ist auch eine Erinnerung. Und ich denke, gerade so hoch oben wie ihr ward, da war euch der große Wolf einfach noch ein Stückchen näher - selbst wenn Tango ohnehin ganz fest in euren Herzen sitzt.

    Dieses Gefühl, das du beschreibst, kann ich so gut nachempfinden. Genau so ging es mir, als ich im Kölner Dom stand und spürte, dass mein Opi mir nirgendwo näher ist als gerade hier. Ein Gefühl, so überwältigend und intensiv, dass es - glaube ich - gar kein passendes Wort dafür gibt.

    Das sind wir. An Tagen wie diesen. Und an allen anderen Tagen auch. Nur dann eben ein kleines bisschen anders.

    Hab' dich lieb,
    dein Krümelmonster

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  3. trauer darf sein. und glück darf sein. alles darf sein.
    liebe grüße zu dir
    ingrid

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  4. Trauer gehört dazu - zeigt sie doch, wie sehr wir lieben.

    Fühl Dich ganz herzlich umarmt,
    Sonja

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  5. Ich kienne das,ich bin nach fast 2Jahren immer noch sehr traurig.Neulich hab ich ein Foto gefunden und hab einen Heulkrampf bekommen.
    LG
    Nicole

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  6. Ja, es darf so sein und es wird auch lange noch so sein.
    Mir geht es jedenfalls auch nach 1 1/2 Jahren so, besonders, wenn ich durch irgendeine kleine Begebenheit oder ein Foto an sie denken muss, an meine Peggy.
    Trauer muss sein und darf sein, es ist normal und wer nicht trauern kann, der hat noch nicht geliebt.
    Herzliche Grüße
    Jutta

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  7. Es darf sein, es muss sogar sein. Denn unterdrückte Trauer kommt sonst irgendwann lawinenmässig zurück. Und diese Momente des Erinnerns, des Schmerzes, sie werden zwar weniger, aber ganz aufhören tut's wohl nie.

    *umarm*
    Alpi

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  8. Du hast es so treffend beschrieben dieses Gefühl der Trauer! Muss mir gerade auch wieder ein paar Tränchen wegwischen. Auch unsere Leila fehlt mir immer noch sehr, obwohl ja jetzt Sira uns so charmant "um den Finger wickelt" und viel Freude in unseren Alltag bringt.
    Liebe Grüsse
    Nadia

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  9. Ich drück dich ganz fest!!!!!!!
    GLG Dany

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  10. Ja genau das ist es. Segen und Fluch zugleich, dass wir die Entscheidung treffen wann es soweit ist :-( Und genau das macht mir immer und immer wieder zu schaffen, egal was der Vertaanf sagt, das Herz hat eine andere Meinung. Bei uns ist es heute 10 Monate her und ich habe auch die Tage ganz schlimme Durchhänger. Oft lachen wir über seine süße schrullige Art und gleichzeitig fehlt er so arg, dass es weh tut wie der Span im Finger. Ich drück dich ganz feste.
    Dicke Umarmung
    Sabine

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    1. Vertaanf = Verstand - Hier macht wieder jeder was er will....

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  11. Solche Tage, die kenn ich auch, an denen man einfach dünnhäutig ist und es gar nichts ausmacht. Wenns gut ist, dass man einach so sein kann. Auch einmal traurig sein kann, auch wenn schon Zeit vergangen ist.
    Schöne Bilder, schöne Stimmung!

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  12. Ich danke euch von ganzem ♥en für die lieben Worte, die ihr gefunden habt!

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  13. (ich drück dich einfach nur mal ganz fest)

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  14. Solche Gefühle sind wichtig und die soll man zulassen. Trauer und Glück leben manchmal auch Hand in Hand miteinander. Es wird bestimmt immer wieder Tage geben, wo du dir wünschst, dass Tango da wäre, aber es wird auch viele Tage geben, wo du mit einem Lächeln im Gesicht an einen speziellen Moment zurück denkst.
    Solche Tage sind wichtig und die soll man zulassen!
    Fühl dich lieb gedrückt! <3
    Liebe Grüsse Alizeti

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  15. Das kann ich gut nachvollziehen liebe Nima , das du immer noch traurig bist . Das ist ganz normal , wenn man ein geliebtes Haustier verliert . Irgendwann wird es mir mit meinem Charly genauso gehen . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  16. ich habe gerade einen sehr schönen spruch gefunden:
    Ein guter Hund stirbt nie - er bleibt immer gegenwärtig. Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
    wenn der Frost über die Felder streift und der Winter näher kommt, sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand wie in alten Zeiten.

    Mary Carolyn Davies

    lieben gruß, susi

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Und das sagst du dazu...

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