Montag, 24. Februar 2014

Der kleine Wolf

Oft habe ich in der letzten Zeit per Kommentarfunktion oder auch per Mail die Frage gelesen: Wie geht es eigentlich dem kleinen Wolf jetzt?

Und ganz ehrlich: Ich weiß nicht genau, was ich darauf antworten soll. Ich empfinde Trauer als eines der persönlichsten und intimsten Gefühle - ähnlich wie Liebe. Mit dem Unterschied, dass man es noch weniger öffentlich zur Schau stellt. Und jeder geht damit so um, wie es sich für ihn richtig anfühlt - so wie man es am Besten verarbeiten kann.

Für mich kann ich sagen: Der große Wolf fehlt. Er fehlt mir und er fehlt dem Helden. Es gibt Tage, da fühlt es sich leichter an und dann gibt es Tage, die fühlen sich schwer, schwer wie Blei an.

Die ersten Tage, nachdem wir den großen Wolf ziehen lassen haben, wirkte der kleine Wolf auf mich verloren. Unsicher. Und alleine. Ja, der Held und ich sind da - aber wir sind ganz klar keine Artgenossen. Und er war auf der Suche nach dem großen Wolf - der Anblick hat mir teilweise wirklich wirklich weh getan.


Wann immer er will, kann er zu uns kuscheln kommen. Und wenn er nicht will, dann macht er es sich meistens in unserem Bett zwei Zimmer weiter gemütlich. Er sucht nicht mehr...auch das tut irgendwie weh. Auf eine komische Art und Weise. 

Aber das sind menschliche Gefühle - meine Gefühle - und deswegen kann ich die Frage, wie es dem kleinen Wolf so geht, nicht wirklich beantworten. Ich denke, es geht ihm gut.

Kommentare:

  1. oh man...ich fühle wirklich mit euch. aber mit der zeit wird es weniger schmerzhaft.....das muß man sich immer wieder in erinnerung rufen ♥ lg nico

    AntwortenLöschen
  2. Oh ja, zusehen zu müssen, wie sie ihren Freund suchen, tut total weh.
    Ich denk, Tiere verarbeiten Trauer auf ihre Weise, vielleicht nicht so wie wir Menschen. Aber sein Verhalten zeigt doch, dass sein Leben total verändert ist, was nun auch zu z.B. neuen Schlafplätzchen führt.
    Ihr könnt euch zumindest gegenseitig Trost geben und damit die Freundschaft bereichern. Auch bei ihm heilt die Zeit die Wunden.

    Drücker
    Alpi

    AntwortenLöschen
  3. Ich glaube die Tiere können das schneller verarbeiten, weil sie mehr im Jetzt leben als wir. Bei uns war es sehr ähnlich. Die ersten Tage kam mir unser Bruno verloren vor, als ob er sich und seinen Platz im Rudel neu suchen müsste. Einige Verhaltensweisen haben sich seit dem Tod von Paul auch geändert. Und auch jetzt fehlt mir unser Paul unendlich, aber ich kann auch schon wieder ganz oft an schöne Erlebnisse mit ihm denken und mich daran erfreuen, dass er uns 4 Jahre begleitet hat. Die Trauer wird zwar nicht weniger, aber irgendwie anders. So kommt es mir vor.
    Liebe Grüße und einen dicken Drücker
    Sabine

    AntwortenLöschen
  4. Ich glaube auch, es geht ihm gut. Und nach wie vor... ich könnte den lütten Racker so wegklauen, wenn ich solch ein Foto sehe <3

    Dickes Drückerle, Tanni

    AntwortenLöschen
  5. Es zieht mir das Herz zusammen beim Lesen dieses Textes....Ich denke auch, dass die Tiere mit der Trauer anders umgehen als wir Menschen und trotzdem merkt man an kleinen Dingen, dass der kleine Wolf seinen Freund bestimmt auch vermisst.
    Ich wünsche euch weiterhin viel Kradt und Zusammenhalt,für die schwierigen Momente und viele viele wunderschöne Momente mit dem kleinen Wolf ;-)
    Liebe Grüsse Alizeti

    AntwortenLöschen
  6. Ich hatte schon immer zwei Hunde und kann sagen wenn einer ging hat der andere getrauert,ihn gesucht sich in das Körbchen gelegt.
    Das fand ich immer sehr,sehr traurig.
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
  7. Das glaube ich auch , liebe Nima , das es deinem kleinen Wolf gut geht . Er wird es genießen , das ihr nur noch für ihn da seid . Als unser Mischling plötzlich nicht mehr da war hat Charly auch erst ein paar Tage gesucht , doch dann war er Mittelpunkt und das fand er toll . :)
    Liebe Grüsse Heike

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Nima,
    da ich fast immer zwei Hunde hatte kann ich mir die Situation gut vorstellen. Genauso wie jeder Mensch, verarbeitet auch jeder Hund seine Trauer anders. Als Emma´s Vorgängerin starb und Lotte allein war, rührte Lotte tagelang kein Futter an. Sie wollte auch nicht mehr spazieren gehen. Sie erledigte ihr "Geschäft" und wollte sofort wieder nach Hause. Spielen war kein Thema mehr. Das war sehr schlimm.
    Ich denke das der kleine Wolf seine Trauer irgendwie besser verarbeitet, aber es wird seine Zeit dauern. Ich wünsche euch viel Kraft.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

    AntwortenLöschen

Und das sagst du dazu...

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...