Mittwoch, 27. November 2013

Sag mal, Frau nima...

.. wie seid ihr eigentlich zu dem ungleichen Wolfspaar gekommen?, fragte letztens Mrs. Columbo in einem Kommentar.
Und ich überlegte und überlegte, ob ich das tatsächlich noch nie erzählt habe - und kam zum Entschluss, dass das tatsächlich möglich ist.

Für den großen Wolf haben sich der Held und ich entschieden, lang lang bevor wie wir eine eigene Wohnung hatten. Ein Ex-Arbeitskollege vom Helden war damals der Besitzer von der Schwester des großen Wolfs und so entstand der Kontakt zur Züchterin. Zuerst wollten wir ja "nur mal schauen" (das das nicht funktioniert, hätte mir ja eigentlich klar sein sollen) - denn der Held verliebte sich sofort unsterblich in den damals 4 Jahre alten Wolf.

Die Züchterin wollte den großen Wolf eigentlich nie hergeben, aber ich glaube, sie hat damals schon gespürt, was ich heute weiß: Wenn es eine Seelenverwandschaft zwischen Mensch und Tier gibt - dann besteht diese zwischen dem Helden und dem großen Wolf.

Ab diesem Zeitpunkt fuhren wir den großen Wolf dann jedes Wochenende besuchen, spielten mit ihm, gingen mit ihm spazieren, kuschelten...bis unsere damalige Wohnung fertig war und wir inklusive dem großen Wolf dort einzogen. Das war im Jahr 2004.

Zwei Jahre später entschlossen wir uns dann, nach mehreren Diskussionen und Überlegungen, doch einen zweiten Wolf in unser Leben zu lassen. Hunde sind nun mal Rudeltiere und es wäre sicher besser für den großen Wolf, wenn er jemanden Gleichartigen hätte - und nicht nur uns.

Den kleinen Wolf entdeckte ich damals im Internet - er tat mir leid. Alleine, als kleines Etwas, auf einem Foto - lieblos fotografiert und im Text stand, dass er der letzte Wolf aus seinem Rudel wäre.

Kurz dort angerufen und schon saßen der Held und ich im Auto - Richtung kleiner Wolf. Die "Züchter" (ich möchte sie nichtmal so nennen, eigentlich) drückten uns mehr oder weniger das kleine, verängstigte Hundebaby in die Hand, kassierten das Geld und zack - saßen wir wieder im Auto Richtung Heimat.
Sie fragten uns weder nach unserer Wohnsituation, noch nach unserer Adresse, Ausweis...irgendwas. Hauptsache das Geld stimmte.


Ja und so kam der kleine Wolf in unser Leben. Das war im Jahr 2006.

Der große und kleine Wolf sind seitdem ein untrennbares Gespann - obwohl es zwei Rüden sind. Ich schiebe das auf die endlose Gutmütigkeit vom großen Wolf, der wirklich alles, alles mit seinem kleinen Kumpanen teilt. Niemals würde es Futterneid geben oder Streit um den Helden und mich. Und das sie (meistens) ganz und gar wunderbar sind - das wisst ihr ja sowieso.

Und das war die Geschichte davon, wie die beiden Wölfe in unser Leben traten.

Kommentare:

  1. eine schöne Geschichte... und so süße Fotos <3
    Leider gibt es immer wieder solche "Züchter" wie du sie beschreibst. Da wundert mich fast nix mehr.
    So goldig wie sie schmusen .... ach ... könnt da stundenlang zusehen :)
    Liebe Grüße
    Gusta

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    1. Als wir unseren braunen Schlabbi geholt haben, bzw. auf der Suche waren..sind uns auch die komischsten Dinge passiert. Eine Familie hat die Hunde aus Polen geholt und über e.ay klein... verschachert. Ich konnte nicht anders und habe sie dann gemeldet. Den Hund haben wir damals nicht genommen, obwohl es mir echt im Herzen weh tat..aber sowas wollten wir nicht unterstützen. Es ist wirklich so traurig, wie mit den Tierwesen umgegangen wird. :-(

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    2. Puh das ist ja nochmal heftiger :( Der kleine Wolf kommt aus einem Vorort von Wien. Da ist ein Ehepaar draufgekommen, dass sich mit kleinen Hunden vieeel Geld verdienen lässt *würg*

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  2. <3 So eine tolle Geschichte! <3
    Und da überlege ich gleich wieder, auch noch einen zweiten Bären dazu zu holen.
    Na ja, irgendwann bestimmt mal :-).

    Strubel mir die Wölfe einmal ordentlich durch, ja?!

    Liebe Grüße,
    Pami

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  3. Ich bin jedesmal wieder aufs neue hingerissen von den Fotos und und Geschichten zu euren zwei Wölfen. Und diese Geschichte klingt so schön, die Beiden haben es wirklich super gut bei euch und auch miteinander.
    Alles Liebe
    Jutta

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  4. Schöne Geschichte. Ich find eure absolut süß und das mit dem Seelenhund kann ich absolut nachvollziehen. Wir haben auch 2 Rüden die sich gut verstehen und ich möcht sie nie nie nie mehr hergeben.

    Knuddel eure Wölfe ganz feste.
    Mel

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  5. Fast schon rührend, diese schöne Geschichte. Eins kann ich noch dazu sagen; Wenn die "Chemie" im Rudel stimmt, ist es meiner Erfahrung nach kein Problem, ob nun 2 Hündinnen oder 2 Rüden zusammen leben! Somit steht für mich fest, dass ihr Euren "Hundeeltern-Job" großartig macht und ihr ALLE ein ausgeglichenes und glückliches Rudel seit - sehr schön! ♥
    Alles Liebe weiterhin Euch allen - und knutsch die beiden Wölfe doch mal von mir!
    Nicole

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    1. Ganz ehrlich haben wir wirklich nicht viel dazu beigetragen - aber vielleicht ist genau das das Geheimnis ;)

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  6. Ach was für eine wunderschöne Geschichte!! So schön, dass ihr den beiden Wölfen einen so super schönen Platz zum leben gebt. Und die Fotos von den Wölfen, da kann ich mich einfach nicht satt sehen. Knuddle sie bitte einmal ganz lieb von mir :-)
    Im Übrigen ein schöner Header hast du, nun ist der Winter definitiv eingezogen ;-)

    Liebe Grüsse Alizeti

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    1. Ja ich dachte mit dem ersten Schnee passt das doch gut...Rentier hab ich zwar noch keines gesehen - aber vielleicht wird's ja noch *lach*

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  7. Hach wie schön! Manchmal muss man sich auch finden lassen :)
    Dino war vorher auch in einer anderen Familie, die ihn abgeben wollte. Nach einem Probespaziergang hatten sein ehemaliges Herrchen und Frauchen schon sein Futter in den Flur geräumt. Er hatte nicht mal eine Decke.
    Lg Knutselzwerg

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  8. Seufz, hach ist das so schön liebevoll erzählt und sagt einfach alles
    ♥ Stephanie

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  9. wie nett, dass du meine frage so prompt beantwortet hast! es ist so ein süßes, ungleiches paar, dass einen allein das schon schmunzeln lässt! ich finde es auch schön, dass ihr nicht die schönsten hunde mit dem tollsten stammbaum gesucht habt, sondern euch bewusst für zwei hunde entschieden habt, die es scheinbar nicht leicht gehabt hätten, woanders unterzukommen.

    danke fürs erzählen und lieben gruß!

    susi

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  10. Ach ist das schön!
    Wir träumen ja noch von einem Hund... aber ich glaub, es ist besser, wenn der Jüngste etwas älter ist... sag, hättest du einen "Rasse-Tip" für 4 Kinder, Bauernhof & Co.?
    Alles Liebe. maria

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    1. Ganz ehrlich kann ich da nicht wirklich einen Tipp abgeben - wir haben ja keine Kinder und wohnen in der Stadt - das sind so unterschiedliche Voraussetzungen, dass jeder Tipp von mir einfach aus der Luft gegriffen wäre!
      Vom Gefühl her, wäre es auf jeden Fall kein kleiner Hund ;) Sondern ein robusterer, der gut auf sein "Rudel" achtet!

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  11. Liebe Nima,
    das hast du wirklich noch nicht erzählt. Es ist so wunderbar wie die zwei Wölfe bei euch ein Zuhause gefunden haben. Und recht habt ihr. Ich habe ja selber festgestellt das zwei Hunde zu haben einfach besser ist. Die Bilder von deinen Wölfen sind absolut süß.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  12. Eine schöne Geschichte . Das letzte Foto ist herzallerliebst . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  13. Die Fotos sind echt zum knutschen, ich liebe Eure Wölfe, sie sind so lieb miteinander.
    Dickes Drückerle, Tanni

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  14. so eine schöne hundegeschichte/menschengeschichte/familiengeschichte.
    alles liebe in deinen abend
    ingrid

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  15. Das ist wirklich eine schöne Geschichte. Und Du hast wirklich Recht! Die Züchter vom Kleinen Wolf kann man wirklich nicht Züchter nennen. Ich habe mich damals genau nach den neuen Hundeeltern erkundigt. Auch musste sie sehr oft zu Besuch kommen. Nur wenn ich ganz sicher war habe ich einen von meinen Lieblingen abgegeben. Und es ist mir bei jedem sehe sehr schwer gefallen.
    Liebe Grüße
    Silke

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    1. Zum Glück gibt es solche Züchter, wie dich! Ich kenne es auch so von der Züchterin vom großen Wolf. Ich wäre ja eine furchtbare Züchterin - ich würde alle behalten *lach*

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  16. Das ist ja so schön! Und so hübsche Fotos von den beiden herzallerliebsten Wölfen!
    Ein schönes Wochenende
    und herzliche Grüße,
    Monika

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Und das sagst du dazu...